Charles Dadant – Pionier der Großraumbeute
Charles Dadant (1817–1902) war ein aus Frankreich stammender Imker, der in die USA auswanderte und dort die moderne Imkerei maßgeblich mitprägte.
Ursprünglich Weinhändler, entdeckte er nach seiner Auswanderung 1863 seine Leidenschaft für die Bienenhaltung. Begeistert von den Ideen Lorenzo Langstroths, setzte er konsequent auf die beweglichen Rähmchen – und entwickelte daraus seine eigene Beutenform: die Dadant-Beute.
Kennzeichen seiner Beute ist ein großer Brutraum mit geringer Rähmchenanzahl (z. B. 12 Waben), der dem natürlichen Brutverhalten des Bienenvolks entgegenkommt. Der Honigraum ist darübergesetzt und oft flacher – ein Prinzip, das sich in der wirtschaftlichen Imkerei weltweit durchgesetzt hat.
Dadant war nicht nur Erfinder, sondern auch Verleger: Sein Sohn C.P. Dadant gründete den Dadant & Sons-Verlag, der bis heute das Fachmagazin The American Bee Journal herausgibt.
Dank Charles Dadant wurde die Imkerei effizienter, bienengerechter und nachhaltiger – seine Beute ist heute vor allem in Europa (Frankreich, Italien, Schweiz, Deutschland) weit verbreitet.